Geocaching – Erklärung

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Eine Schnitzeljagd ist ein klassisches Spiel für die gesamte Familie, Gegenstände werden versteckt und mithilfe von Hinweisen kann der korrekte Standort gefunden werden. Moderne Technologien bringen dieses Spiel auf eine neue Ebene, die Suche wird mit digitalen Mitteln unterstützt. Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt können so gemeinsam auf Schatzsuche gehen und sich in ein Abenteuer stürzen.

Bedeutung Geocaching – Schatzsuche mit GPS-Gerät

Der Begriff Geocaching setzt sich aus dem ortsbezogenen Wort „Geo“ und dem Begriff „Cache“, für Versteck, zusammen. Gemeint sind mit den sogenannten Geocaches Verstecke, die anhand der Koordinaten aufgefunden werden können. Für diese Schatzsuche ist der Einsatz moderner Technik notwendig, mithilfe des GPS-Systems können die Standorte der Caches anhand der Koordinaten ermittelt und aufgefunden werden. Vorab wird im Internet ein Ort in der Nähe ausgewählt, dort wird angezeigt, welche Geocaches an welcher Stelle zu finden sind. Das Ziel beim Geocaching ist es, das Versteck in unbekanntem Gelände aufzufinden, der Cache ist meist ein Behälter mit einem Logbuch. In einigen Caches findet man auch ein kleines Präsent, dieses kann man an sich nehmen und selbst etwas für den nächsten Finder hinterlassen.

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Vorgehensweise beim Geocaching

Der ideale Geocache ist fest, wasserdicht und verschließbar. Der Behälter muss den Inhalt vor Witterungseinflüssen schützen, die eigentliche Form vom Geocache spielt hierbei keine Rolle. Im Geocaching existieren Bezeichnungen, die die Größe des Behälters angeben:

  1. Nano, ein kleiner Behälter der weniger als 10 Milliliter fasst, der meist nur einen Zettel enthält, dieser dient als Logbuch.
  2. Micro / Mini, ein kleines Behältnis, welches weniger als 0,1 Liter fasst, hier ist neben dem Zettel oft noch ein Stift zu finden, Artikel zum Tauschen finden hier keinen Platz.
  3. Klein, bezeichnet Behälter bis zu einem Liter, diese bieten zusätzlichen Platz, um neben dem Logbuch kleine Gegenstände zu verstecken.
  4. Normal beschreibt Caches mittlerer Größe, zwischen 1 und 20 Liter, hier sind häufiger Tauschgegenstände zu finden.
  5. Wird ein Cache als „Groß“ beschrieben sind Behälter über 20 Liter gemeint, hier können auch außergewöhnliche Artikel zum Tausch versteckt werden.

Der „Owner“, also der Eigentümer bzw. Ersteller des Cache, gibt die Größe online an, wenn er den Cache ins Netz stellt. So können Sucher auf der Geocaching Plattform gezielt filtern, zusätzlich kann auch nach einer bestimmten Cache Art, Beliebtheit oder dem bevorzugten Schwerpunkt vom Geocache gefiltert werden. So kann der Sucher schnell herausfinden, ob sich vielleicht ein Geocache ganz in seiner Nähe befindet. Nach dem Auffinden des Verstecks trägt sich der Finder im Logbuch ein und kann dies auch auf der entsprechenden Internetseite vermerken, auch der Tausch von Gegenständen wird hier eingetragen. Auf der Seite im Internet oder in einer speziellen App findet der Sucher alle Informationen rund um den Geocache und kann auch nachvollziehen, wie oft dieser schon gefunden wurde. Beim Tauschhandel innerhalb der Geocaches gibt es einige Dinge zu beachten, wichtig ist vor allem, dass keine verderblichen oder zeitlich begrenzte Gegenstände versteckt werden. Wird der vorhandene Gegenstand aus dem Geocache entnommen, sollte etwas Gleichwertiges hinterlegt werden. Oftmals gehen auch Familien mit Kindern in die Natur zum Geocaching, daher sind Tauschobjekte ohne Jugendfreigabe tabu. Damit Nicht Geocacher bei einem Zufallsfund wissen, worum es sich handelt, liegen meist entsprechende Beschreibungen bei. Ein besonderes Tauschobjekt beim Geocaching sind die Trackables, diese werden von Geocachern von einer Stelle zur anderen mitgenommen und verfolgen ein Ziel. Einige sollen nur an speziellen Stellen abgelegt werden, so weit wie möglich oder in ein spezielles Land reisen. Diese Trackables sind durch Gravuren eindeutig identifizierbar, meist werden sie auf Events von Geocacher zu Geocacher weitergegeben, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Sogenannte Geocoins sind besondere Medaillen im Geocaching, ursprünglich waren diese als Geschenk im Geocache anzufinden, mittlerweile gelten sie als Trophäe.

Geocaching mit GPS-Empfänger

Um einen Cache nun anhand der Koordinaten zu finden ist ein GPS fähiges Gerät notwendig, zu Beginn ist ein Smartphone mit einer Geocaching-App für Anfänger absolut ausreichend. Mithilfe dieser Geocaching-App wird der Geocacher zum ausgewählten Versteck geführt, die Navigation findet mit dem Handy statt. Zusätzlich zum Smartphone sollte ein Notizblock und ein Stift mitgenommen werden, um Informationen und Notizen während der Suchen festzuhalten.

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Versteck von Geocaches

Bei der Auswahl der Verstecke sind einige grundlegende Regeln zu beachten, besonders wichtig ist Rücksichtnahme auf die Natur und die Umwelt, insbesondere Bäume und Pflanzen, daher ist das Vergraben des Geocaches nicht gestattet. Meist werden bereits vorhandene Hohlräume als Verstecke genutzt. Verstecke am Boden sind häufig zusätzlich durch Zweige oder Laub getarnt, ebenso werden vorhandene Höhlen, Ritzen in Mauerwerk oder verlassene Gebäude oft zum Ort des Verstecks einer Geocache-Dose.

Geocaches unterscheiden sich nicht nur in der Größe, sondern auch im Schwierigkeitsgrad der Wegstrecke, des Geländes und dem Aufwand, der für die Suche notwendig ist, hierzu wird eine Skala von 1 bis 5 verwendet. Geocaches mit einem hohen Schwierigkeitsgrad können zusätzliche Geräte notwendig machen, zum Beispiel besondere Ausrüstung zum Tauchen oder Klettern. Auch Rechen- oder Rätselaufgaben können eine Voraussetzung zum Auffinden des Caches sein, diese muss man zunächst lösen.

Arten von Geoaches

Zusätzlich zum Schwierigkeitsgrad unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten der Geocaches. Ein einfacher Geocache, „Traditioneller Geocache“ beschreibt einen Geocache bei dem die Position des Verstecks bereits auf der Website angegeben ist. Ein mehrstufiger Geocache, der sogenannte „Multi-Cache„, umfasst verschiedene Orte, an denen Hinweise zum eigentlichen Versteck warten. Spezielle Rätsel-Caches, auch „Mystery Cache“ genannt, erfordern etwas Vorbereitung und zusätzliche Recherche. Bei einem virtuellen Geocache gibt es keinen physischen Fund und auch kein Logbuch, diese beziehen sich meist auf geologische Phänomene.

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