Geofence – Was ist das ?

navigation app with street map opened on smartphon 2021 09 01 16 03 04 utc 717x800 - Geofence - Was ist das ?

Zäune werden zur Sicherung von Baustellen und Eigentum aufgestellt und sind eine wichtige Maßnahme zur Absicherung und Eingrenzung. Eine physische Grenze kann jedoch nicht immer schnell erstellt oder gar verändert werden, virtuelle Grenzen, sogenanntes Geofencing bietet dem Nutzer eine Eingrenzung, die jederzeit angepasst werden kann.

Bedeutung und Funktion Geofencing

Der Begriff Geofencing beschreibt einen virtuellen Zaun, er setzt sich aus dem Wort Geo, für geographic und fence, dem englischen Begriff für Zaun, zusammen. Dieser geographische Zaun grenzt dann ein bestimmtes Gebiet ein, in dem sich das Objekt oder Gebäude befindet.

Mit diesem virtuellen Zaun können Grenzen in jedem gewünschten Bereich und Radius gesetzt werden, er dient als Trennung zwischen dem Standort und der umliegenden Region. Zusätzlich können Bewegungen erkannt und dokumentiert werden, anders als beim physischen Zaun.

Die gewünschte Begrenzung durch Geofencing kann auf der Erde oder in der Luft gesetzt werden, wird diese überschritten, so wird ein Alarm ausgelöst, dies geschieht beim Betreten oder Verlassen der eingegrenzten Fläche. Geofencing Bereiche sind meist Rechtecke oder Kreise, oft finden auch komplexere Geometrien Verwendung, abhängig von der gewünschten Eingrenzung. Eine Benachrichtigung über die ausgelöste Aktion kann per App, E-Mail oder SMS erfolgen, abhängig vom verwendeten System.

GPS-Tracker und Geofencing

navigation app with street map opened on smartphon 2021 09 01 16 03 04 utc 359x400 - Geofence - Was ist das ?Um Geofencing zu Nutzen bieten sich verschiedene Anwendungsmöglichkeiten, die häufigste Variante ist hierbei ein GPS-Tracker. GPS-Tracker nutzen das Global Positioning System, ein globales Netz aus Satelliten auf der ganzen Welt, mit dem Standorte abgerufen werden können. Der Tracker wird meist mit einem mobilen Endgerät vernetzt, zum Beispiel ein Tablet oder Smartphone, so kann der Standort des Objektes jederzeit abgefragt werden. Der GPS-Tracker dient bei dieser Technik als Sender, das Endgerät fungiert als Empfänger der Daten. Zusätzlich ist die Nutzung eines Computers möglich, viele Anbieter von GPS-Geräten bieten dem Nutzer ein entsprechendes Portal auf ihrer Website. In diesen Portalen wird die aktuelle Position des Trackers auf einer Karte angezeigt, hier können zusätzlich Alarme oder virtuelle Eingrenzungen erstellt und geändert werden. Die Stromversorgung des Trackers erfolgt meist über einen Akku oder durch das verbundene Gerät, er kann direkt mit der Batterie vom eingegrenzten Fahrzeug verbunden werden, so ist eine stetige Funktion gewährleistet.

 

Weitere Technologie

Eine Alternative zum GPS-System ist die Technik RFID, radio-frequence identification, eine Identifikation mit elektromagnetischen Wellen. Der entsprechende RFID-Transponder wird am gewünschten Objekt montiert und reagiert auf elektromagnetische Signale, diese verwertet der Transponder und gibt es entsprechend an den Sender zurück. Um RFID-Systeme so gut wie möglich zu nutzen, macht es Sinn, wenn mehrere Objekte damit vernetzt werden, beispielsweise hochwertige Maschinen oder Einrichtungen. Diese können dann in einem Gebiet eingezäunt werden sollen. Mithilfe eines zusätzlichen Funkmastes oder Router können die Geräte kommunizieren, die ermittelten Daten werden durch eine entsprechende Software ausgewertet. Diese Vorgehensweise ist jedoch viel aufwendiger als die Nutzung des GPS-Systems und daher selten eine Option.

Die Beacon Technologie bietet eine weitere Möglichkeit zum Geofencing, hier wird ein Bluetooth-Signal zur Ermittlung des Standortes verwendet. Der kombinierte Einsatz von GPS-Systemen und Bluetooth-Technologie bietet dem Nutzer die beste Möglichkeit zur Überwachung mehrerer Geräte innerhalb eines Gebiets auf einer eingegrenzten Fläche.

Anwendungen von Geofences

automobile g0157500ec 1920 711x400 - Geofence - Was ist das ?Geofencing kann für verschiedene Vorhaben eingesetzt werden, gewerblich und auch privat. Die virtuelle Einzäunung von Fahrzeugen ist für Firmen mit einem großen Fuhrpark besonders sinnvoll, dies bietet dem Management die Möglichkeit, Fahrzeuge und Fahrzeiten zu kontrollieren und zu optimieren. Auch Taxis oder Mietfahrzeuge können so verfolgt und eingegrenzt werden, innerhalb von größeren Baustellen lassen sich somit Baumaschinen überwachen. Zusätzlich zur Überwachung und der Überprüfung der Auslastung bietet Geofencing dem Anwender idealen Diebstahlschutz für teure Fahrzeuge oder Maschinen. Feuerwehr und Rettungsdienste können mit Geofencing die An- oder Abwesenheit sowie die Entfernung von Einsatzkräften in bestimmten Gebieten abrufen und entsprechend handeln.

Im privaten Bereich kann das eigene Grundstück oder die umliegende Region eingegrenzt werden, der Sender des Signals wird dann im eigenen Fahrzeug oder an Personen angebracht.

Vor- und Nachteile von Geofencing

Die Nutzung von Geofencing-Systemen bietet dem Anwender Vor- und Nachteile, diese sollten vor der Installation geprüft und abgewogen werden.

Vorteile

  1. Virtuelle Repräsentation von physischen Standorten: der aktuelle Status von Personen oder Objekten kann in Echtzeit ermittelt und abgerufen werden. Die Bewegungen werden beim Eintritt oder Verlassen vom Geofence dokumentiert.
  2. Diebstahlschutz: hochwertige Maschinen und Fahrzeuge werden zuverlässig vor Diebstahl geschützt, der Anwender erhält im Ernstfall eine Benachrichtigung mit dem aktuellen Standort und kann entsprechend handeln.
  3. Optimierung von Einsatz und Routen: Durch die erhaltenen Mitteilungen kann die optimale Auslastung des Fuhrparks erreicht werden.

Nachteile

  1. Datenschutzrechtliche Bedenken: Die Nutzung standortbasierter Dienste kann unter Umständen ein Eingriff in die Privatsphäre sein, bei der Anwendung solcher Technologien müssen die Datenschutzbestimmungen erfüllt werden.
  2. Hohes Aufkommen an Benachrichtigungen: Abhängig von den eingestellten Alarmen und dem Geofence können viele Meldungen in kurzer Zeit aufkommen.
  3. Kosten: Die Vernetzung verschiedener Fahrzeuge und Maschinen mit GPS-Trackern oder einem Transponder kann kostspielig sein. Zusätzlich wird eine entsprechende Software nötig, viele Systeme benötigen je nach Version ein zusätzliches Abonnement, um alle Funktionen zu nutzen.
  4. Datenpflege: Um stets von aktuellen Informationen zu profitieren, müssen die Daten und Geofences im System aktuell sein und regelmäßig gepflegt werden. In diesen Fällen muss der Nutzer stets neue Informationen auf dem Smartphone oder am Computer hinterlegen.

Nutzung von Geofence

Geofencing Tracker lassen sich leicht installieren, ohne detailliertes technisches Hintergrund Wissen. Nachdem das Fahrzeug oder die entsprechende Maschine mit dem Gerät ausgestattet wurde, muss die zugehörige Software oder App installiert werden, um eine Verbindung herzustellen und die Position zu erfassen. Nach der Registrierung mit einer E-Mail-Adresse können alle relevanten Informationen eingepflegt und der Geofence erstellt werden, wichtig ist eine gute Verbindung mit dem Internet.

Nutzung der zugehörigen Website und App

Zusätzlich zum Geofencing stellen GPS-Systeme dem Nutzer weitere Funktionen zur Verfügung. Zurückgelegte Wege können mithilfe der Geräte verfolgt und ausgewertet werden, der aktuelle Standort von Fahrzeug oder Baumaschine kann jederzeit in Echtzeit abgefragt und überprüft werden. Die festgelegten virtuellen Grenzen lassen sich stets anpassen und nach Wunsch verändern, ebenso kann bei bestimmten Aktionen ein Alarm ausgelöst werden, beispielsweise beim Starten eines Fahrzeugs, bei der Überschreitung einer Grenze oder einer bestimmten Geschwindigkeit.

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