GPS-Landwirtschaft – Lohnt sich eine Anschaffung?

GPS-Systeme sind auf dem Vormarsch, neben der klassischen Nutzung im eigenen PKW zur Navigation, werden sie mittlerweile auch mit dem Handy oder in Ortungsgeräten verwendet. Sie können zur Absicherung von Eigentum und zur Orientierung im Alltag und im Berufsleben eingesetzt werden.

Bedeutung von GPS-Systemen

Mithilfe des Global Position System können GPS-Geräte den eigenen Standort preisgeben, die eigene Geschwindigkeit berechnen und Entfernungen angeben, der Begriff GPS bedeutet sinngemäß Positionsbestimmungssystem. Dies funktioniert in Echtzeit dank vieler globaler Satelliten, die die Erde umrunden, diese senden stets ein gleichbleibendes Signal aus. GPS-Empfänger empfangen dieses Signal und können somit die benötigten Informationen selbst berechnen. Sie ergeben sich aus dem empfangenen Signal und der Entfernung der Satelliten. Die empfangenen Informationen werden an ein verknüpftes Endgerät gesendet, beispielsweise eine Handy-App oder ein Tablet.

Nutzung von GPS in der Landwirtschaft

Um den vollen Umfang dieses Systems zu nutzen, benötigt der Anwender zunächst ein Benutzerkonto zu seinem GPS-Gerät, dies lässt sich in der zugehörigen App oder im Online-Portal auf dem Rechner erstellen. Nun können eigene Ziele und Vorgaben in jedem Bereich definiert und angewendet werden, auch lassen sich eigene Grundstücke einzäunen und benennen. Dies gibt dem Nutzer die Möglichkeit, seine Traktoren und Landtechnik mit diesen Geräten abzusichern oder die Genauigkeit der durchgeführten Arbeiten und deren Planung sicherzustellen.

Orientierung mit GPS

In der Landwirtschaft eignet sich GPS besonders für die Verwendung des GPS-Parallelfahrsystem, hier sind hohe Genauigkeiten, je nach Tätigkeit, Voraussetzung. Da es oft eine Herausforderung darstellt, eine unbearbeitete Fläche von einer bearbeiteten zu unterscheiden, bieten diese Systeme Unterstützung und besondere Genauigkeit. Der Anwender wird anhand von Linien auf einem Display entsprechend geleitet, wer mehr Genauigkeit für seine Arbeiten benötigt, der profitiert von RTK-Systemen.

Im Gegensatz zum Parallelfahrsystem mit einer Genauigkeit von +/- 15 Zentimeter bietet RTK genauere Angaben. Je nach Tätigkeit und benötigter Arbeitsbreiten kann der Landwirt selbst entscheiden, was benötigt wird. RTK-Systeme verwenden zusätzlich ein Korrektursignal, dies wird mithilfe von ergänzenden Antennen gewährleistet, die eine Signalverzögerung korrigieren, so lässt sich ein genauer Wert ermitteln. Mithilfe von zusätzlicher Technik, section Control, Teilbreitenschaltung, spezieller Lenksysteme und Korrektursignal kann eine Optimierung der Aussaat stattfinden und Überlappungen lassen sich vermeiden.

Einige Systeme ermöglichen eine automatische Spurführung, das Bild auf der Anzeige von GPS-Tracker und zugehörigem Display leitet Landwirte gezielt zu den unbearbeiteten Reihen des Bodens.

Auswertung von Daten

Mithilfe der ermittelten Daten durch das GPS-System, während der einzelnen Arbeiten, lässt sich später eine exakte Auswertung erstellen. Diese können zur Optimierung und Verbesserung der Produktion, Düngung und Bewirtschaftung genutzt werden. Anhand monatlicher Auswertungen können Arbeitsschritte und Nutzung der Fahrzeuge stets angepasst werden, je nach Bedarf und Anwendung.

Sicherung von Maschinen

Den Traktor oder andere Fahrzeuge lassen Landwirte während der Ernte, Aussaat oder der Verarbeitung von Getreide oftmals nach der Arbeit auf dem Feld stehen.

Ein GPS-System liefert Landwirten und Firmen neuste Technik mit besonders hoher Sicherheit und Diebstahlschutz. Der Nutzer kann zu jeder Zeit die aktuelle Position aller vernetzten Maschinen und Traktoren abfragen, diese werden dann auf dem verknüpften Endgerät angezeigt. Weitere Möglichkeiten zum Schutz liefern die integrierten Alarme, diese können an die verschiedenen Anforderungen der Arbeit angepasst werden.

In der Regel bietet jeder Hersteller dieser Technik einen integrierten SOS-Knopf, wird dieser betätigt, so geht eine Meldung über das System an den hinterlegten Kontakt. So kann in Notsituationen zügig Hilfe gerufen werden.

Die verschiedenen Alarme, beispielsweise der Erschütterungsalarm, melden am Endgerät eine unbefugte Handlung. Wird ein solcher Alarm ausgelöst, kann es sich um einen Diebstahl handeln, der Eigentümer erhält dann eine entsprechende Meldung auf sein Smartphone. Diese Möglichkeiten bieten dem Eigentümer Sicherheit beim Einsatz und schützen Geräte, Maschinen und Traktoren.

Vor- und Nachteile von GPS-Systemen in der Landwirtschaft

Neue Landmaschinen sind meist schon mit allem Nötigen ausgestattet, aber auch eine Nachrüstung kann sich, je nach Nutzen, für den Landwirt lohnen.

Nachteile durch GPS-Tracker

Wer seinen Traktor mit einem GPS-System ausstatten möchte, der muss zusätzliche Kosten einplanen, abhängig von Marken und Ausstattungen sind nicht nur die Anschaffungskosten zu berücksichtigen, auch ein monatlicher Beitrag für die Nutzung des Online-Portals des Anbieters fällt an. Die aufzuwendenden Kosten für die Ausrüstung von Traktor und Landmaschinen werden jedoch schnell durch die Einsparungen und Optimierungen in der Landwirtschaft relativiert.

Vorteile durch GPS-Tracker

Die Investition in die GPS-Technik, mit oder ohne automatischen Lenksystem, ist für die meisten Betriebe lohnenswert. Die Führung auf dem Display leitet den Landwirt zielgenau, Saatgut wird eingespart und Überlappungen bleiben aus. Durch die Sicherung der teuren Geräte mit einem GPS-Tracker lassen sich Diebstähle vermeiden oder schnell aufklären. Die Datenbank des Anbieters speichert alle ausgelesenen Informationen über längere Zeit, so lassen sich diese auf Wunsch auslesen und weiterverarbeiten.

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